Sechs kleine Kinderfüße, zwei Erwachsene, unzählige Koffer – und mittendrin mein Fotorucksack.
So begann unser großes Abenteuer an der Ostküste Australiens. Während andere ihr Reisegepäck auf Kleidung und Souvenirs reduzieren, reist bei mir immer ein ganzes mobiles Fotostudio mit. Kameras, Objektive, Akkus, Speicherkarten, Ladegeräte, Blitz, Drohne, Notebook – jedes Teil hat seinen festen Platz. Oder besser gesagt: hatte.
Denn schon beim ersten Check-in wurde klar, dass mein Fotorucksack für die Fluggesellschaft ein paar Kilo zu viel auf die Waage brachte.
Wer schon einmal mit professioneller Fotoausrüstung gereist ist, kennt die Herausforderung: Eine Kamera allein ist leicht – aber mehrere Kameras, lichtstarke Objektive und das notwendige Zubehör summieren sich erstaunlich schnell.
Also hieß es improvisieren.
Wir öffneten den Rucksack, verteilten das Handgepäck neu und hängten uns kurzerhand die Kameras um den Hals.
Und plötzlich war alles in Ordnung.
Ich musste schmunzeln und dachte mir:
Ich frage für einen Freund – warum ist das gleiche Gewicht im Rucksack ein Problem, um den Hals getragen aber nicht?
Die Erklärung ist eigentlich ganz einfach: Bei den meisten Fluggesellschaften wird ausschließlich das Handgepäck kontrolliert. Gegenstände, die bereits am Körper getragen werden – wie beispielsweise eine Kamera – zählen häufig nicht zum Handgepäck.
Das tatsächliche Gewicht hatte sich also nicht verändert. Nur der Ort, an dem sich die Kameras befanden.
Für uns war das der erste kleine Reise-Moment, der zeigt: Mit professioneller Fotoausrüstung unterwegs zu sein, bedeutet manchmal Kreativität, Flexibilität und ein bisschen Improvisation.
Und gleichzeitig hatte es einen Vorteil: Meine Kameras waren sofort griffbereit.
Denn oft entstehen genau dann die schönsten Bilder – wenn man nicht vorbereitet ist, sondern einfach den Moment einfängt.
Hallo, ich bin Marina
Falls wir uns noch nicht kennen:
Ich bin Marina – professionelle Fotografin für Personal Branding und Businessfotografie.
Ich unterstütze Unternehmer, Selbstständige und Unternehmen dabei, ihre Persönlichkeit und Marke mit einer strategischen Bildsprache sichtbar zu machen.
Denn starke Bilder zeigen nicht nur, wie jemand aussieht.
Sie erzählen Geschichten.
Sie vermitteln Werte.
Sie schaffen Vertrauen.
Meine Wurzeln liegen in der Reportagefotografie. Diese Perspektive begleitet mich bis heute in jedes meiner Projekte: echte Momente, natürliche Emotionen und Bilder, die eine Geschichte erzählen.
Aktuell bereise ich Australien mit meiner Familie – mit künstlerischen Augen und immer auf der Suche nach neuen Inspirationen.
Reisen erweitert meinen Blick für Farben, Licht, Architektur und Kulturen. Genau diese Eindrücke fließen später in meine kreative Arbeit und die Bildwelten meiner Kundinnen und Kunden ein.
Meine Kameraausrüstung für Australien
Mein Fotorucksack ist gleichzeitig Arbeitsplatz, Kreativstudio und Technikzentrale.
Damit ich für jede Situation vorbereitet bin, begleitet mich folgende Ausrüstung:
Kameras
Leica Q
Meine kompakte Begleiterin für spontane Momente, Street Photography und dokumentarische Aufnahmen.
Canon EOS R6 Mark III
Meine Hauptkamera für Landschaften, Reportagen und Businessfotografie.
Objektive
Canon RF 50 mm f/1.2 L
Mein Objektiv für Portraits, Available Light und wunderschönes Bokeh.
Canon RF 24–70 mm f/2.8 L
Der Allrounder für Reisen, Reportage und Street Photography.
Canon RF 70–200 mm f/2.8 L
Ideal für Landschaftsdetails, Wildlife und Motive aus größerer Entfernung – besonders für unsere Reise zum Uluru.
Außerdem immer dabei
- DJI-Drohne für Luftaufnahmen und besondere Perspektiven
- mehrere Speicherkarten
- Ersatzakkus
- Canon-Akkuladegerät
- kompakter Aufsteckblitz
- Kartenleser
- Ladekabel und technisches Zubehör im Idealfall von allen Kameras
- Notebook
Und dann gibt es noch den Klassiker, der vermutlich jedem Fotografen irgendwann passiert:
Das Ladegerät meiner Leica liegt zu Hause.
Zum Glück hält der Akku erstaunlich lange. Trotzdem erinnert mich diese kleine Panne daran: Auch mit viel Erfahrung bleibt Reisen immer ein Abenteuer.
Infobox: Meine Foto-Packliste für Reisen
Was ich niemals vergessen möchte:
✓ Kamera + Ersatzakku
✓ ausreichend Speicherkarten
✓ Ladegeräte
✓ Datensicherung (SSD/Festplatte/Cloud)
✓ Reinigungstuch für Objektive
✓ Drohne für besondere Perspektiven
✓ kleiner Blitz für schwierige Lichtverhältnisse
Mein wichtigster Tipp:
Ich sichere meine Bilder jeden Abend. Denn nichts wäre schlimmer, als einzigartige Reisemomente durch einen technischen Defekt zu verlieren.
Erster Stopp: Melbourne – Kunst, Architektur und wechselndes Licht
Melbourne war unser erster Halt – und ich habe mich sofort in diese Stadt verliebt.
Nicht nur wegen der beeindruckenden Architektur und der kreativen Atmosphäre, sondern vor allem wegen ihres Lichts.
Infobox: Melbourne Fotografie-Tipp
🌦 Immer einen Regenschirm einpacken!
Melbourne ist bekannt für seine schnellen Wetterwechsel. Innerhalb weniger Stunden kann sich das Wetter mehrfach verändern.
Für Fotografen ist genau das ein Geschenk.
Nach einem Regenschauer entstehen wunderschöne Spiegelungen auf Straßen und Fassaden. Wolken schaffen dramatische Lichtstimmungen und wenige Minuten später taucht die Sonne die Stadt wieder in warme Farben.
Gerade diese wechselnden Bedingungen machen Melbourne zu einem Traumziel für Street Photography.
Kunst erleben: NGV International und NGV Australia
Da wir Kunst und Architektur lieben, standen die Museen Melbournes ganz oben auf unserer Liste.
Das NGV International begeistert durch seine beeindruckende Architektur und interaktive Gestaltung. Besonders schön: Auch Kinder können Kunst hier entdecken und erleben.
Am zweiten Tag besuchten wir das NGV Australia am Federation Square.
Besonders berührt hat mich die Auseinandersetzung mit der Geschichte der Aboriginal Peoples und Torres Strait Islander Peoples.
Die Ausstellung über Unterdrückung, die gewaltsame Trennung von Familien und den Versuch, Kultur und Identität zu zerstören, hat mich tief bewegt. Eventuell musste ich ehrlich etwas weinen. Die Kunstinstallation ging mir gerade als Mama mitten ins Herz.
Als Fotografin beschäftigt mich die Kraft von Bildern immer wieder.
Bilder können bewahren.
Bilder können erinnern.
Bilder können Geschichten sichtbar machen.
Gerade deshalb ist es so wichtig, Kultur und Geschichte respektvoll zu dokumentieren und weiterzugeben. Meine Kinder stellten dazu 1000 Fragen und hatten eine optimale Lösung: Wieso werden Menschen nicht einfach akzeptiert wie sie sind?
Hosier Lane – Melbournes kreative Seele
Natürlich durfte ein Besuch der berühmten Hosier Lane nicht fehlen.
Die Street-Art-Gasse ist ein lebendiger Ort voller Farben, Kontraste und kreativer Energie.
Für mich als Fotografin ein perfekter Ort, um mit Perspektiven, Details und urbanen Geschichten zu spielen.
Kein Besuch gleicht dem anderen, denn die Kunst verändert sich ständig.
Infobox: Meine liebsten Fotomotive in Melbourne
– Hosier Lane – Street Art und urbane Farben
– Federation Square – moderne Architektur
– Flinders Street Station – ikonisches Stadtmotiv
– Yarra River – Spiegelungen und Skyline
– NGV – Kunst und Architektur verbinden
Fotografieren auf Reisen – meine persönlichen Tipps
Als ehemalige Reportagefotografin fotografiere ich eine Stadt nicht nach einer festen Checkliste.
Ich beobachte.
Ich nehme mir Zeit.
Ich warte auf das richtige Licht.
Oft entstehen die schönsten Bilder genau dann, wenn man die Kamera eigentlich schon wieder einpacken möchte.
Mein Rat lautet deshalb:
Nicht nur Sehenswürdigkeiten fotografieren.
Fotografiert Menschen, Spiegelungen nach einem Regenschauer, kleine Cafés, Straßenschilder, Architekturdetails oder den Barista, der gerade euren Flat White zubereitet.
Genau diese kleinen Momente erzählen später die eigentliche Geschichte einer Reise.
Kaffee, Stadtleben und Familienmomente
Am nächsten Tag zeigte sich Melbourne von seiner sonnigen Seite.
Wir nutzten das Wetter für eine Coffee-Shop-Hopping Tour und einen entspannten Stadtbummel.
Melbourne gilt nicht ohne Grund als Kaffeehauptstadt Australiens.
Überall findet man kleine Cafés mit viel Liebe zum Detail, kreativem Design und hervorragendem Kaffee.
Reisen als Teil meiner Marke
Reisen ist für mich nicht nur eine Auszeit.
Reisen ist ein Teil meiner kreativen Arbeit.
Neue Kulturen, Farben, Architektur und Begegnungen verändern meinen Blick und inspirieren meine Fotografie. Während andere Menschen ihr Geld in Mode, Hantaschen, Beauty etc investieren, wird es bei mir immer in meine Familie und Erlebnisse investiert. Früher dachte ich, dass das Leben mit den Kindern anders wird und wir nicht mehr soviel reisen können, heute weiß ich, ja es ist anders geworden, viel schöner als wir es uns erträumt haben.
Das Reisen und diese Erfahrungen helfen mir dabei, Bildwelten zu schaffen, die nicht nur schön aussehen, sondern Emotionen transportieren.
Denn Personal Branding bedeutet für mich nicht, eine perfekte Oberfläche zu zeigen in einem glatten Studio. Sondern den Menschen hinter der Marke sichtbar zu machen.
Es bedeutet, Persönlichkeit sichtbar zu machen.
Was diese Reise für mich wirklich besonders macht
So sehr mich neue Landschaften, spannende Städte und außergewöhnliche Fotomotive begeistern – am meisten berührt mich auf dieser Reise etwas ganz anderes.
Es ist der Zusammenhalt unserer Familie.
Die Magie zwischen uns fünf.
24 Stunden Familienzeit.
Gemeinsam lachen.
Gemeinsam entdecken.
Gemeinsam Erinnerungen schaffen.
Nach einem beruflich unglaublich intensiven Jahr ist genau diese Zeit viel zu kurz gekommen.
Umso wertvoller ist es, den Alltag hinter uns zu lassen und einfach wieder bewusst Zeit miteinander zu verbringen.
Denn am Ende sind es nicht die perfekten Bilder, an die wir uns erinnern.
Es sind die kleinen Momente.
Das Staunen unserer Kinder.
Das gemeinsame Erleben.
Das Gefühl, die Welt zusammen zu entdecken.
Die Welt hat unzählige wunderschöne Orte. Doch das größte Abenteuer ist es, sie gemeinsam als Familie zu erleben.
Melbourne war erst der Anfang.
Unsere Reise geht weiter – und ich freue mich darauf, euch mit meiner Kamera weiter mitzunehmen.
Nächster Stopp: Great Ocean Road und 12 Apostles


